Atemschutzübung: Feuer mit Menschenleben in Gefahr


Atemschutzgeräteträger bei der Feuerwehr müssen einige Anforderungen erfüllen, um für den Einsatz tauglich zu sein. Neben einer regelmäßigen ärztlichen Untersuchung alle 3 Jahre (ab dem 50. Lebensjahr jährlich) und dem jährlichen absolvieren der Atemschutzstrecke, gehört auch eine einsatznahe Belastungsübung zu diesen Anforderungen. Eine solche Übung stand am vergangenen Donnerstag für uns auf dem Plan.

Die Lage für unsere Einsatzkräfte: Im Fischbecker Sportheim ist ein Feuer ausgebrochen, eine Person wird vermisst. Der erste Angriffstrupp machte sich sofort auf die Suche nach der vermissten Person. Mittels Mülltüten wurden die Masken der Einsatzkräfte abgeklebt. Hierdurch kann eine Übung unter Nullsicht simuliert zu werden, ohne das komplette Gebäude verrauchen zu müssen. Ein zweiter Trupp, ebenfalls unter Atemschutz, machte sich zeitgleich bereit um mit der Brandbekämpfung zu beginnen. Wie im realen Brandeinsatz können sich jedoch auch bei Übungen die Aufgaben schnell ändern. Denn die vermisste Person berichtete unserem Angriffstrupp, dass sich noch zwei weitere Personen im Gebäude befinden sollen.

Da Personenrettung vorrang vor der Brandbekämpfung hat, machte sich der zweite Trupp umgehend auf die Suche nach den weiteren vermissten. Nachdem die erste Person ins freie gebracht und an den Rettungsdienst übergeben wurde, machte sich auch der erste Trupp wieder auf zur Personensuche. Beide Trupps konnten die weiteren vermissten Personen zügig finden und ins freie bringen. Anschließend konnten sich beide Trupps aufmachen um das Feuer in einer Umkleidekabine zu bekämpfen.

Während der Brandbekämpfung kam es zu einem (natürlich gespielten) Notfall. Ein Truppmitglied wurde bewusstlos, sodass über Funk der Notruf „Mayday, Mayday, Mayday“ abgesetzt wurde. In diesem Fall macht sich sofort der Sicherungstrupp auf den Weg ins Gebäude, um den verunfallten Trupp zu retten. Gemeinsam wurde der verletzte Atemschutzträger nach draußen getragen. Anschließend war die Übung für unsere Atemschutzgeräteträger beendet.