Ausbildungsdienst: Hebekissen


Während unseres Übungsdienstes wollte unsere Übungspuppe Herbert die Reifen an unserem Mehrzweckanhänger wechseln. Leider rutschte dabei der Wagenheber weg und Herbert wurde unter dem Anhänger eingeklemmt.

Um Herbert zu retten, mussten wir den Anhänger anheben. In diesem Übungsszenario kamen dafür unsere Hebekissen zum Einsatz.

Hebekissen sind spezielle, mit Druckluft aufblasbare Kissen, die zum kontrollierten Anheben schwerer Lasten eingesetzt werden. Im leeren Zustand sind sie nur wenige Zentimeter hoch und können dadurch auch in engen Zwischenräumen platziert werden. Die Feuerwehr Fischbeck verfügt über drei Hebekissen in unterschiedlichen Größen. Über ein Steuergerät können wir zwei Kissen gleichzeitig mit Druckluft versorgen, um Lasten möglichst gleichmäßig anzuheben.

Während wir den Anhänger langsam anhoben, unterbauten weitere Kameraden die Last schrittweise mit Holz. Diese Sicherung ist besonders wichtig: Sollte ein Hebekissen verrutschen oder Druck verlieren, verhindert der Unterbau, dass der Anhänger unkontrolliert absackt. Zusätzlich stabilisierten wir den Anhänger auf der gegenüberliegenden Seite mit unserem STAB-FAST-Stabilisierungssystem, um ein Umkippen oder seitliches Verschieben zu verhindern. Diese Maßnahmen schützen nicht nur die eingeklemmte Person, sondern auch die Einsatzkräfte, die unmittelbar am Anhänger arbeiten.

Nachdem der Anhänger um ca. 10 cm angehoben wurde, konnte unser Herbert befreit werden. Wie es sich für eine professionelle Feuerwehr-Übungspuppe gehört, blieb er unverletzt und freut sich schon auf seinen nächsten Einsatz.

Für uns war die Arbeit aber noch nicht beendet. Für den Rückbau musste alles in umgekehrter Reihenfolge erfolgen. Dazu entfernten wir den Holzunterbau schrittweise und ließen die Luft langsam aus den Hebekissen ab. So konnte der Anhänger wieder kontrolliert auf den Boden abgesenkt werden. Auch dabei war besondere Vorsicht geboten, da es beim Absenken ebenfalls zu gefährlichen Bewegungen der Last kommen kann.